Tschurtschen-Wetterstation …und Exkurs über das Loslassen von Tschurtschen-Kindern…

Tschurtsche, Zulle – aber wie sagt man auf hochdeutsch dazu? Ein Tannenzapfen ist es in meinem Falle ja auch nicht, weil nix Tanne. Wo wir schon beim nächsten Dilemma sind: der Zapfen ist von einer Föhre, aber richtig richtig heißen tut (ich weiß, „tut“ tut man nicht sagen) die Föhre eigentlich Kiefer. Aber Kieferzapfen klingt irgendwie nach dentalem Akutproblem – ich bleibe bei Tschurtsche – ihr wisst jetzt ja, was ich meine.

 

Also: die Tschurtschen beinhalten die Samen und wie jedes andere Lebewesen haben auch sie den Drang sich fortzupflanzen. So. Das funktioniert jetzt folgendermaßen: wenn es trocken ist, sprich die Sonne scheint, sind die Samen leicht (weil trocken) und der Wind kann sie wegblasen, allerdings wenn es regnet, schaut’s für die Samen eher schlecht aus – weil nass und schwer fallen sie nur runter und schaffen es nicht weg von Mama und Papa – und ganz ehrlich, wer will schon ewig daheim wohnen?

 

tschurtschen_wetterstation1

 

Und weil man schon bei Erfindung der Tschurtschen wusste, dass Nesthocker und Muttersöhnchen uncool sind, hat sich die Think Tank Gruppe von „Schöpfung der Natur Inc.“ was einfallen lassen: den Regensensor. Also wenn’s regnet und/oder die Tschurtsche nass wird, klappt sie ihre Schuppen ein, der Samen bleibt im Trockenen und alle Nadelbaum-Mamas und -Papas sind happy. Bei Sonne, wenn die Tschurtsche trocken ist, macht sie dann wieder auf.

 

Ich sehe schon, die Mitdenker sagen sich jetzt: „Das wäre ja die perfekte Wetterstation.“ Und genau so ist es.

 

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Man braucht für eine Tschurtschen-Wetterstation:

  • eine Tschurtsche vom Nadelbaum seiner Wahl
  • Schaschlikspieß
  • Kleber
  • Karton und Stifte

 

So geht’s:

Pfeil und Wetterbilder auf Karton aufzeichnen, malen, stempeln, schreiben und ausschneiden. Am besten bei geöffneter Tschurtsche den Schaschlikspieß ankleben, ebenso den Pfeil drauf befestigen. Für die Positionierung der Wetterbilder einmal bei der geöffnete Tschurtsche die Sonne anbringen und bei geschlossener das Regenbild – zur Not hält man sie einfach kurz unter Wasser, dann schließt sich der Zapfen auch (so wiff sind sie nämlich auch wieder nicht). Falls die geschlossene Zulle nicht mehr so optimal steht einfach mit einem kleinen Stück Knete o. ä. ausgleichen.

 

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Ich wünsche euch für die nächsten Wochen noch viele offene Tschurtschen!

 

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P.S.: Ich möchte noch anmerken, dass sich die Tschurtsche erst schließt, wenn es bereits regnet – diese DIY eignent sich in diesem Falle besonders für jene, die keine Fenster zu Hause haben ;-)

4 Kommentare:

  1. Einen wunderbaren Blog hast du da! Ich mag deine Schreibe äußerst gerne :D
    Dein „Tschrtschen“-DIY werde ich mal für den Balkon ausprobieren. Wenn schon nicht richtige Wettervorhersage, dann immerhin hübsche Dekoration ;)

  2. WAS FÜR EINE BEZAUBERNDE IDEE. MEINE TÖCHTER HABEN GERADE EIN SPIELHAUS BEKOMMEN.
    Die Idee mit der Wetterstation ist ein tolles neues Projekt.

    Viele Grüße
    Nina

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