Salbei-Bonbons …beim kleinsten Husthust bin ich schon da…

Der Hochsommer zeigt sich gerade von seiner besten Seite – brütende Hitze, kaum Abkühlung, das Plantschbecken erreicht Temperaturen, die einer heißen Quelle ähneln und der Garten explodiert. Ich komme mit dem Ernten kaum mehr nach – und verarbeitet wollen die Kräuter auch werden – also ich will sie verarbeiten, den Kräutern wird es herzlich egal sein, was mit ihnen nach ihrer Abschlachtung passiert.

 

Bei uns gleicht es schon einer Massen-Kräuter-Haltung – ethisch total inkorrekt und freilaufende Kräuter ist uns ein Fremdwort. Deswegen mit Bolzenschuss-Gerät und Mozart-Cd bewaffnet – stressfreies Sterben sei ja das A und O – raus zum Opfer Nummer eins: der Salbei. Fröhlich vor sich hin wuchernd ahnte er nichts Böses und peng, aus war’s. Und weil’s so heiß ist, sparen wir uns den Herd und machen Salbei-Bonbons.

 

Salbei

 

 

Man braucht für Salbei-Bonbons:

  • 10 g frische Salbeiblätter
  • 100 g Zucker

 

Salbeibonbons1

 

So geht’s:

Salbeiblätter ganz klein schneiden und hacken. Zucker schmelzen – nur Not, wenn man die gefühlte 50-Grad-Marke nicht erreicht, kann man auch einen Herd oder eine Feuerstelle zur Hilfe nehmen – sobald der Zucker aufgelöst ist und BEVOR er zu brutzeln anfängt, die Salbeiblätter dazu geben. Attentione, Attentione der Zucker kann heißer als Wasser werden und da die frischen Kräuter ja noch Wasser enthalten, kann es ganz fürchterlich zischen und spucken. So, jetzt muss man schnell sein – alles gut vermischen und dann vorsichtig mit einem Teelöffel die homogene Masse (ok, sie ist nicht homogen, aber das klingt einfach so professionell) auf ein Backpapier tropfen. Wer hitzeresistent und schmerzunempfindlich ist, kann bevor der Zucker wieder bockhart ist, die Tropfen noch zu Bonbons formen – kann man, muss man aber nicht. Nach meinen ersten drei wohlgeformten „Goassgagln“ habe ich das dann doch gelassen – das Auge isst ja schließlich mit.

 

Salbeibonbons2

 

Gutes Gelingen!

2 Kommentare:

  1. Was für eine super Idee! Jetzt weiß ich nämlich, was ich mit dem Salbei auf meinerTerrasse anfangen soll ;)
    Und die aktuell Erkälteten in meinem Bekanntenkreis werden’s mir hoffentlich danken!

    Liebe Grüße, Elisa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.