Kräuterlikör und Sirup …atemlos und volltrunken durch den Garten…

Wer mich kennt, weiß, dass ich beim besten Willen keine Ökotante oder ein Ernährungsapostel bin. Ich war zwar 10 Jahre lang Vegetarier, das aber mehr aus modischen Gründen als aus ideellen – mittlerweile zähle ich mich zur langsam aussterbenden Spezies der Allesfresser. Versorgungstechnisch wäre mein liebstes Modell eigentlich das des Selbstversorgers, aber da ich nicht bei WWF auf der Fahndungsliste der zehn meistgesuchtesten Schneckenkillern stehen möchte, betreibe ich diese Bestrebungen eher eingeschränkt.

 

Yoah, ich schweife ab… also keine Ökotante, Allesfresser – kurz gesagt, der absolute Bogeyman des jungen, körperbewussten Menschen von heute – aber was soll ich machen: Zucker, Fett und Alkohol sind für mich DIE Geschmacksträger schlechthin.

 

Und weil´s doppelt lustig ist, sich bei dieser Hitze einen hinter die Binde zu kippen – dädäää: Rezept für ein Likörchen.

 

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Man braucht für den Kräuterlikör:

  • 1 l Wodka
  • 500 g Kandiszucker
  • 500 ml Wasser
  • 200 g Kräuter
  • 1 Zitrone

 

So geht’s:

Zuerst Kandiszucker in ein großes, verschließbares Glas geben, die Kräuter – ich habe Melisse, Bohnenkraut, Zitronenverbene, wenig Pfefferminze und Lavendel, Zitronenthymian und Salbei genommen – grob schneiden und mit der in Scheiben geschnittenen Zitrone dazu geben. Anschließend mit dem Wodka und Wasser übergießen, verschließen und an einen warmen Ort stellen. Das alles 4 – 5 Wochen ziehen lassen bis sich der Kandis aufgelöst hat – ja, leider leider dauert das so lange. Zum Schluss abseihen und in Flaschen abfüllen.

 

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Bei den jetzigen Temperaturen kann der Likör allerdings schnell zu Kopf steigen und es macht auch nicht unbedingt ein gutes Bild, wenn man voll besoffen durch den Garten tanzt und Helene Fischer Songs grölt. Deswegen gibt es auch eine Mutter-Kind-freundliche Variante und zwar für Sirup.

 

Man braucht für den Kräutersirup:

  • 3,5 l Wasser
  • 4 kg Zucker
  • Kräuter wie oben und das genug – allerdings ohne Mengenangabe sondern nur nach Gefühl
  • 100 g Zitronensäure
  • 6 geviertelte Zitronen
  • (1 Einsiedehilfe)

 

So geht’s:

Zucker im Wasser aufkochen und damit die restlichen Zutaten in einem großen Gefäß (ich habe einen Putzkübel genommen, der sich leider auch nicht für Fotos eignet) übergießen. Den Kübel mit Frischhaltefolie abdecken und 3 – 4 Tage in die Sonne stellen. Danach abseihen und in sterilisierte Flaschen abfüllen. Zur Info für die Flaschenkalkulation: mit diesen Mengenangaben ergeben sich ca. 6 Liter Sirup

 

Prost, Cheers und Salute

 

P.S.: Eigentlich trinke ich so gut wie gar keinen Alkohol, nicht das ihr jetzt ein schlechtes Bild von mir habt.

3 Kommentare:

  1. papa und mama :-))

    Hi Ricky, lesen gerade deine Rezepte – total super!!!!
    Mama ist gerade in die Küche gedüst, um das mit dem Wodka auszuprobieren.
    Statt Wodka hamma Obstler genommen- ohne weitere Zutaten- außer 3-4 Bierchen
    und so………..echt total cooool!!!!!
    Feuen ins schu aufn Sondachbesuch (hicks)
    Bussi Papa und Mama

    • wieso kompiziert, wenns einfach auch geht – ich hoffe, ihr torkelt jetzt nicht voll dicht durch den garten und grölt „atemlos“, vor allem papa: bitte zieh nicht dein helene-fischer-outfit in der öffentlichkeit an, das glitzertop gehört mama und nicht dir ;-)

  2. papa und mama :-))

    von wegen Glitzertop – das ist Mamas Kampfanzug, wenn sie mit ihren Rotweinschwestern das jährliche Herbstmeeting in Hofgastein zelebriert.

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