Frühjahrsputz: Fensterreiniger und Putzlappen …gemeinsame Sache…

Gemeinsame Sache - Lieblingsbande & the lowredeyes exp.

Yeeehaaa, es ist der letzte Freitag des Monats und dann heißt es wieder |gemeinsame Sache| für Sandra von der Lieblingsbande und mich. Die Temperaturen steigen wieder und die Frühlingsgefühle werden wach. In der Tierwelt wird gebalzt und gepaart, die Pflanzenwelt sprießt und reckt ihre ersten zarten Blüten und Blätter der Sonne entgegen und die Menschheit? Tja, die Mneschheit hat Marie Kondo bekommen, Frühjahrsputz und Ausmisten ist das neue Yoga, die ultimative Me-Time und überhaupt viel geiler als Sex – yeah, das gibt Klicks.

Ich hab es hier ja schon prophezeit: Marie Kondo… mein Lieblings-Aufreg-Thema. Abgesehen davon, dass sie einfach alles weg schmeißt, das nicht Joy sparked, frag ich mich ernsthaft: liebe Leute, braucht ihr echt eine Anleitung, wie man eine Wohnung aufräumt? Anscheinend ja, noch nie gab es so viele Selbsthilfe-Gruppen zum Thema „Wie rolle ich meine Socken richtig?“ und „Wie bedanke ich mich standesgemäß bei meinen Schuhen, dass sie mich so toll durch den Tag getragen haben?“. Gaaaaanz liebe Freunde meinen ja, dass ich die Obrigkeit an Sauberkeit und Ordnung sei, man könne von meinem Boden essen und der Gatte unterstellt mir in regelmäßigen Abständen, dass ich ein Ordnungs-Freak bin – naja, sagen wir so: ich hab es gern ordentlich und sauber, aber einen Blinddarm würde ich auf meinen Boden auch nicht operieren.

Als nun unser Freund mir erklärt hat, dass er mit Marie seine komplette Wohnung kondoisiert hat und wirklich nur mehr noch Sachen hat, die wirklich Joy sparken, hat er vermutlich mehr auf Lob gehofft als auf meine Schimpftiraden. Weil nachhaltig ist die gute Frau nicht: alles, was man nicht liebt, wird weg geworfen. Spenden, Rückführung in die Wertekette, verkaufen, verschenken, recyclen, umfunktionieren, reparieren… alles Fremdwörter für die Mitzi-Tant. Ich glaube, es war einfach zu viel für ihn, weil mit „Du bisch so a Öko-Nazi“ war die Diskussion dann auch beendet. Tja, hoch lebe die Kritikfähigkeit. Müsli-Schlampe, Öko-Nazi, Dinkel-Mama… ich kann damit leben.

DIY Fensterreiniger selber machen - Frühjahrsputz

Also, die Wohnungen sind aufgeräumt, aber die Wollmäuse fristen noch ein trauriges Dasein unterm Bett und deswegen heißt es für mich einmal anständig die Wohnung durch putzen, am besten mit lauter Musik, denn wenn die Sonne auf den Staub scheint, glitzert es wie eine Disco-Kugel. Falls wer zarter besaitet ist, der sollte den Lautstärke-Regel nun ein wenig runter fahren, die die nicht putzen wollen, können sich alternativ auch einen Cocktail oder andere softe Drogen nach Wahl holen, da passats a ;-)!

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Und weil ich wirklich gerne Fenster putze, gibt es DEN Fensterreiniger in ökoökoöko – das Rezept habe ich übrigens von smarticular gemopst.

Man braucht für den Fensterreiniger:

  • eine Sprühflasche
  • 30 ml Essig
  • ½ EL Stärke
  • 250 ml heißes Wasser
DIY Fensterreiniger selber machen - Frühjahrsputz

So geht‘s:

Alles in der Flasche zusammen mischen und gut schütteln, aufsprühen, putzen und fertig. Der Fensterreiniger funktioniert tiptop, nur der versprochene Anti-Beschlag-Efffekt blieb aus, aber die Stärke trage dazu bei, dass die Fenster nicht mehr so schnell schmutzig werden… Also bis heute sind sie auch noch sauber – ich hoffe, ich kann im Herbst noch das Gleiche behaupten.

DIY Fensterreiniger selber machen - Frühjahrsputz

Und wenn ich alle alten T-shirts und Handtücher zu Tode verputzt habe, lass ich mir die schönsten und stylischsten Putzlappen ever zu kommen – aber dann schaut es hier aus wie Sau, weil die eigentlich zum Putzen viel zu schade sind – und dann lade ich die Marie ein ;-)

Putzlappen _Lieblingsbande

4 Kommentare:

  1. Von unserem Boden kann man essen… ein mehrgängigea Menü!
    Es war mir mal wieder eine Freude, mit dir und Marie 😆
    Stay clean und lustig.
    Sandra

    • Das trifft es perfekt – zeitenweise könnte man meinen, ich hab noch einen weiteren Mitbewohner ;-) Das sehen die „Auswärtigen“ nur nicht, weil ich davor immer sauge – was ja totaler Bödsinn ist, meine Gäste machen IMMER so viel Dreck, hahahaha. Wie immer bestens, deine Idee mit der Playlist war super, auch wenn ich mich als Oberpsycho damit ins Aus schieße ;-). Liebste Grüße Uli

  2. Ja, ja und nochmal ja. Kondo und Selbsthilfe und so. Aber ich habe ein Problem mit zu viel Kräuterwandern. Besteht da nicht die Gefahr, dass bei exponentiell wachsender Naturbegeisterung die Erde kahlgerupft wird???

    • Gell, ist nicht jeder kondoisiert ;-) Hmmm, schwierige Frage: der Hauptgrund meiner Teilnehmer ist eher, dass sie einfach mal wissen, was da wächst. Ich schicke auch immer vorab, dass in den eigenen Gärten genug „Unkraut“ wächst und dass man in freier Wildbahn sehr behutsam mit den Geschenken der Natur umgehen soll und nur so viel sammeln soll, wie man tatsächlich braucht – lieber weniger. Die Bärlauch-Ernte von manchen (15 kg) erschreckt mich aber auch, was zum Teufel macht man mit so viel? Der Hype ist da, keine Frage, aber dafür, dass es jetzt der ökoöko-Lifestyle ist, treff ich so gut wie nie jemanden beim wilden Sammeln… glg Uli

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