Frühlingstee …und das Fastending…

Alles steht gerade auf Fasten, Detox und Verzicht. Ich hätte eigentlich ganz auf meine Beiträge verzichten wollen, weil wenn schon, denn schon, aber stattdessen übe ich mich in Demut und Kasteiung, knie seit Aschmittwoch am Scheitl, nur die Geiselung hebe ich mir bis kurz vor Ostern auf. Ich bin da ganz genau.

Dass es bei mir mit meinen Fasten-Vorsätzen nicht so konsequent läuft, habe ich hier schon mal geschrieben – glaubt mir, selbst mit dem Alter werde ich nicht klüger.

Frühlingstee

Während ich alle Verzicht und Fasten-Pläne über Bord warf, dachte ich mir, dass ich meinem Körper einfach mal was Gutes tue. Ok, ich mache meine Frühjahrskur jedes Jahr in Form von Schwedenbitter und viiiiiiel Tee, das freut den Darm, das freut die Leber. Nach einem vollen Februar mit viel Geburtstagskuchen und noch mehr Faschingskrapfen bin ich ein wenig angesäuert – mein Säure-Basen-Haushalt is a weng im Ungleichgewicht. Nach so viel Zucker und Fett lechzt mein Körper nach frischem Grün und Bitterstoffen – jaaaaa, man kann Gusto auf bitter haben. Mit dem frischen Grün sind wir am Berg wie immer hinten nach, aber bitter kann ich. Zum einen fahre ich volles Rohr mit Schwedenbitter auf, aber den kann ich nicht literweise trinken, sonst bin ich mittags schon ganz dudelig. Um möglichst nüchtern durch den Tag zu kommen, habe ich mir noch einen Frühlingstee (das klingt gleich viel netter, oder?) gemischt.

Man braucht für den Frühlingstee:

So geht‘s:

Alle getrockneten Zutaten gut mischen. Pro Tasse (125 ml) einen Zwackerfinger der Frühlingstee-Mischung mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, anschließend den Tee lauwarm, schluckweise trinken.

Schafgarbe ist ein aromatisches Bitterkraut und wird gerne bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt und regt die Gallenfunktion an. Brennnessel fördern die Nierenfunktion und erhöhen die Harnausscheidung. Der Löwenzahn regt aufgrund seinen bitteren Inhaltsstoffe den Gallenfluss und damit die Fettverdauung an. Pfefferminzblätter wirken erfrischend und harmonisierend auf die Verdauung. Der Ringelblume wird nachgesagt, dass sie in keiner Teemischung fehlen darf, da sie die guten Eigenschaften der anderen Kräuter verstärkt – dazu schaut es einfach ein bisschen schöner aus, wenn ein bisschen Sonne im Tee ist. Ich trinke ca. 2 Liter Tee pro Tag – die „Kur“ sollte nicht länger als drei bis vier Wochen gemacht werden, da sich sonst ein Gewöhnungseffekt einstellt.

Die Fotos dienen nicht zur Pflanzenbestimmung, auch die Ver- und Anwendung der Pflanzen liegen in der eigenen Verantwortung. Bei Unklarheiten fragt bitte euren Arzt oder besser noch euren Apotheker.

2 Kommentare:

  1. Liebe Uli, ich bin auch am detoxen… Hatte nämlich ein Gespräch mit meiner lieben Nachbarin, die Ernährungsberatung nach TCM macht. Alles was ich mag ist zur Zeit gestrichen. Aber Tee trinken darf ich. Also, hoch die Tassen!
    Ein wunderschöner Beitrag. Bis zum nächsten Mal, du Liebe.

    • Siehst du, deswegen rede ich erst gar nicht mit „solchen“ Leuten ;-) Ich versuche ja wieder auf Süßigkeiten zu verzichten, es geht ehhhhhhh. Mehr Sport und mehr Wasser trinken… Halt alles, was gut ist ein bisschen mehr und was schlecht ist, ein bisschen weniger. Ich halte es gerne mit „einfach normal tun“ – das dafür das ganze Jahr. Dicke Umarmung, glg Uli

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