Dip Dye mit Naturfarben …Ausmisten ist mein Yoga…

Wir sind beim besten Willen kein Messie-Haushalt, vor allem ist für mich Ausmisten entspannender als Yoga. Jetzt ist es aber so, dass ich nicht nach Lust und Laune unseren gesamten Hausrat entsorgen darf, schließlich könnte man das Ein oder Andere noch brauchen. Quizfrage: für was könnte man im Falle des Falles 7 (in Worten: SIEBEN) Stück Rasierapparate brauchen? Nicht funktionsfähig natürlich.

 

Auf meiner Ausschussliste steht unter anderem auch ein Entsafter: Mörderteil, riesig, laut und meeeeega unhandlich zu reinigen. Noch dazu mag ich kein entsaftetes Gemüse oder Obst trinken – nur synthetischer Orangensaft im Wodka ist ok. Zurück zum wohl wertvollsten Erbstück in unserem Haushalt, gestern ist sein großer Tag gekommen, aus den Tiefen der Abstellkammer wurde das gute Teil nach Jahren wieder ans Tageslicht gezerrt – weil: ich habe Stoff gefärbt und zwar ganz öko mit Naturmaterialien, die ansonsten ungeliebte Flecken auf vorzugsweise weißen Kleidungsstücken hinterlassen.

 

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Man braucht zum Dip Dye mit Naturfarben:

  • Baumwollstoff (bei mir waren´s ein paar übrig gebliebene Stoffwindeln)
  • Safran
  • Schwarztee
  • Rotkraut
  • Topf
  • Fixiersalz
  • Entsafter

 

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So geht’s:

Für alle Färbungen habe ich einen Aufguss mit ca. einem Liter Flüssigkeit gemacht: ein Päckchen Billig-Safran in einem Liter heißem Wasser aufgelöst, einen Liter Schwarztee (2 Beutel) und einen halben Kopf Rotkraut entsaftet und mit Wasser aufgespritzt. Ein Päckchen Fixiersalz (bekommt man im Drogerie-Markt) mehr oder weniger gerecht auf alle Töpfe aufgeteilt und die Stoffe für ca. eine Stunde eingeweicht. Auswringen und weit von einander aufhängen zum Trocknen. Natürlich muss man sich für dieses Experiment nicht unbedingt einen Entsafter zulegen. Das Rotkraut kann man auch klein schneiden und mörsern und so den Saft gewinnen, allerdings stelle ich mir das sehr aufwendig vor und der Ertrag ist sicher nicht so gut, wie mit der Maschine gemacht.

 

Wer ein bisschen Hippie sein will, kann natürlich die Stoffe abbinden und so den doch recht veralteten Batik-Style wieder beleben.

 

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In diesem Sinne „Happy Dip Dye!“ – so sagt man nämlich auf bloggerisch dazu und nicht „Stoff färben“ ;-)

 

P.S.: Die Rasierapparate sind natürlich schon längst entsorgt, aber ich weiß, dass deren Besitzer bzw. Horter nicht bis hier her liest ;-)

 

P.P.S.: Dip Dye mit Naturfarben ist bei GRÜNZEUG[we love green stuff] von den Naturkindern mit am Start.

4 Kommentare:

  1. Ich mag deinen Naturkram so!
    Meine Mama und ich machen das seit jeher mit Ostereiern. Rote und gelbe Zwiebelschalen funktionieren auch erstklassig, also ein daraus gekochter Sud.

    • Zwiebelschalen gehen super bei Eiern, hab es auch mit Spinat und roter Beete versucht,da haben die Eier aber seltsam verdaut ausgeschaut. Ostern steht jetzt eh bald vor der Tür, vielleicht wag ich mich nochmals dran und fabrizier was appetitliches. Glg Uli

  2. Lustig, ich habe vor einiger Zeit solche Stoffe mit Kurkuma gefärbt und zum Teil als Babydecke verarbeitet. Wäre neugierig, was aus Deinen Stoffen entsteht… :-)

    GRÜNE Grüße,

    Caro

    • Oh, auf das bin ich auch neugierig – genauso wie das Horten und Ansammeln von Stoffen und Wolle eine Stärke von mir ist, ist das Verarbeiten ein ewiger Punkt auf meiner To-Do-List ;-) lg zurück, Uli

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